JETSETREADY sind eine Emocore-Band aus Groningen in den Niederlanden, die sich den Ursprüngen des Emocores verschrieben hat
und ganz in der Tradition von Bands wie SUNNY DAY REAL ESTATE steht. Die zehn Titel auf "Endless Endeavors" sind verspielt
und in ihrer atmosphärischen Art und ihrem Drive lassen sie auch Mineral zu "The Power Of Failing"-Zeiten anklingen. Ein
modernes Versatzstück sind die vereinzelten Screamo-Passagen im Hintergrundgesang. Die Aufnahmen sind sehr professionell
und haben sowohl Druck, als auch den nötigen Feinschliff, um jedes Instrument in seiner Gänze zur Geltung zu bringen. Sehr
schön ist der Gesang, der manchmal ins Tremolo umschlägt und meist sehr melancholisch aber zugleich auch unheimlich
mitreissend ist. "Done" ist ein so großartiger Song, da fehlen einem einfach die Worte. Man hört, dass die Musiker ihre
ganze Seele in die Stücke gesteckt haben und was gibt es schöneres, als Ende November etwas in der Melancholie zu schwelgen
und den verwehten Schneeflocken vor dem Fenster zuzusehen? (8)
wltu-music.de / Netzine 11.05 Thomas Eberhardt
JETSETREADY aus den Niederlanden können mit ihrem ersten Full Length Release "Endless Endeavours" fast ausschließlich überzeugen,
aber auch an diesem guten Release aus dem Hause Plane Records gibt es etwas auszusetzen. Die Platte beginnt und man hört
verträumten Indie mit grandioser Stimme und toller Harmonie der Gitarren, aber wieso um Himmels Willen fängt da mittem im Lied
einer an so derart schlecht zu schreien, dass man gleich den Notarzt rufen möchte oder besser doch den Metzger zur Notschlachtung.
Muss jetzt schon bei jedem neuen Release einer Band ein Screamer dabei sein, damit man nicht zu Emo erscheint? Wäre dieser
Schönheitsfleck nicht, hätte die Platte eine glatte 10 verdient gehabt, denn dann hätte sie wie ein Meisterwerk von Pop Unknown,
Appleseed Cast oder January Star geklungen. (7 of 10 stars)
truesidemusic.de / Netzine 11.05 Dominik Wallace
„We tear it down, and smack things up. We’ll tear it down for you.” Das sind die ersten zwei Zeilen des Debütalbums
der Groninger JETSETREADY. Und sie sind recht irreführend. Denn so hart geht es hier gar nicht zur Sache. Vielmehr
besingen die jungen Herren rund um Frontmann Rudy Land auf wunderschöne und energetische Art und Weise allerlei
zwischenmenschliche Probleme. Und wenn man denkt, man hat schon alles gehört was es zu jenem Thema zu sagen gibt,
dann kommt wieder einer dieser Sätze, die so klingen als ob darüber noch nie ein Mensch vorher gesungen hätte. Eine
großen Anteil daran hat auch Ex-Sänger Richard Oosterban, der einen Großteil der Texte geschrieben hat. Er verließ
Jetsetready letztes Jahr um sich ganz seiner Band JIMMY BAROCK widmen zu können. „Endless endavors“ erscheint auf
dem Nürnberger Label Plane Records. Die holländischen Hoffnungsträger freut’s. Sie fühlen sich damit pudelwohl.
Haben sogar ihre CD in Nürnberg aufgenommen. Jetsetready im Jahr 2005, das sind melancholische Indie-songs. Fragiles
Gitarrenspiel trifft auf schnellen Post-Hardcore. Immer verliebt in die poppige Emo-Melodie featuring Gesang und ab
und zu Geschrei. Auch gesprochene Passagen kommen vor. Trotzdem ist das kein überambitioniertes Genrewerk, sondern
eine wirklich beeindruckende Platte, mit der sich Jetsetready in eine Reihe mit Bands wie Appleseed Cast und Co.
stellen können. Gänsehautmomente in Songs wie „Hatchet’s my name“ oder „Beautiful promenade“ sind keine Seltenheit.
Dieses Jahr darf wieder gerockt werden. Mit Leiden im Profil und Wut im Bauch. Die zwei verschiedenen Seiten einer
Band. Auf „Endless endeavors“ kommen beide zur Geltung. Mehr davon! (9/10)
sellfish.de / Netzine 07.05 Sebastian Zapf
Ich muss zugeben, nach den zwei Appetit machenden Songs auf der Split 7“ mit Podgy war ich schon ziemlich gespannt
auf das Debüt-Album der Band aus Groningen, das jetzt endlich auf dem Nürnberger Label Plane Records erschienen ist.
Und was die Holländer da abliefern kann sich durchaus sehen/hören lassen. Das ganze spielt sich in einer schön
angenehmen Mischung zwischen Pop und Indie ab, mitsingbare Melodien ohne cheesige Ohrwürmer, die einem schon nach
dem 3. Mal zum Hals raushängen, schön emotionaler, teils zweistimmiger Gesang, manchmal Schreien, aber im guten
Wechsel, so dass es nicht aufdringlich wird. Erinnert mich in seiner Zweistimmigkeit ein wenig an Taking Back
Sunday. Als einzig negativ empfinde ich den manchmal etwas zu wenig offenen Gesang, der an manchen Stellen ein
bisschen verkrampft und quakig klingt. Grundsätzlich geht das ganze musikalisch so in Richtung Thursday, rockige
und softe Parts wechseln sich ab, ein relativ konstantes Mid-Tempo und der doch recht stark melancholische
Unterton der Platte bilden den perfekten Soundtrack zu verregneten Sommertagen wie heute, Songs zum traurig sein
und traurig bleiben wollen. Gutes Debüt, hoffe, die Jungs kommen mal nach München.
butwelikeit.de / Netzine 07.05 Daniel Becker
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